Kompensation von Rißanfälligkeit durch Mangan
Mangan reagiert mit Schwefel und bildet Mangansulfide, die Warmrisse verhindern. Dies senkt die Rißanfälligkeit beim Schweißen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Mangan bindet sich mit freiem Schwefel im flüssigen Schmelzbad und bildet stabile Mangansulfide (wie MnS). Dies verhindert, dass das Schwefel als freie Atome in der Schweißnaht bleibt, was Warmrisse auslösen kann.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ohne Mangan können freie Schwefelatome im Kristallgitter bleiben und führen zu Warmrissen. Durch die Addition von Mangan wird diese Gefahr minimiert, was die Rißanfälligkeit signifikant senkt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Fügen Sie bei Schweißverbindungen mit hohem Schwefelgehalt (z.B. bei Stahl mit hocherster Kohlenstoffgehalt) Mangan in Form von Manganstoßen oder Mangantröpfchen zur Schmelze hinzu. Eine typische Mengenangabe beträgt 0,1 bis 0,3 % Mangan. Achten Sie darauf, dass die Schmelz gut vermengt wird, um eine gleichmäßige Verteilung des Mangansulfids sicherzustellen.