Konkavität der Kehlnaht
Die Einwölbung der Kehlnahtoberfläche nach innen unter die Verbindungslinie der Nahtränder. Sie verbessert das Kerbverhalten, reduziert jedoch den tragenden Nahtquerschnitt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Konkavität der Kehlnaht wird durch die Einwölbung der Oberfläche nach innen unter die Verbindungslinie der Nahtränder erreicht. Dies beeinflusst das Kerbverhalten, da der Kontakt zwischen den Materialteilen verbessert wird und das Kerben leichter erfolgt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Konkavität erhöht die Zähigkeit der Schweißnaht durch eine bessere Kerbverformung. Allerdings reduziert sie den tragenden Nahtquerschnitt, da der Materialvolumenanteil der Kehlnaht erhöht wird. Dies kann zu einer geringeren Spannungsübertragungsfähigkeit führen und in extremen Belastungen zur Verschlechterung des mechanischen Verhaltens führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Konkavität der Kehlnaht zu optimieren, achte auf eine korrekte Kerbform. Ein typisches Ziel ist eine Kehlenkonkavität von 0,5 bis 1 mm. Übermäßige Einwölbung kann durch eine zu starke Kerbform oder einen zu hohen Kerbdruck entstehen und sollte vermieden werden. Bei Bedarf können spezielle Werkzeuge wie Kerbbolzen oder Kerbschneidewerkzeuge verwendet werden, um die gewünschte Konkavität zu erreichen.