Korngrenzenseigerung
Die Anreicherung von Fremdatomen oder Legierungselementen an den Grenzen zwischen Kristalliten erhöht die Bindungsfestigkeit und kann Risse verhindern.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Korngrenzenseigerung bezieht sich auf die Konzentration von Fremdatomen oder Legierungselementen an den Grenzen zwischen Kristalliten. Diese Anreicherung kann durch Diffusionsprozesse während des Schweißens oder der Abkühlung entstehen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine erhöhte Korngrenzenseigerung kann die Festigkeit und Zähigkeit der Schweißnaht verbessern, indem sie die Bindungsfestigkeit zwischen den Kristalliten erhöht. Dies verhindert Risse und verbessert das Gefüge. Allerdings kann eine zu starke Korngrenzenseigerung zu einer zu hohen Härte führen, was die Formbarkeit und die Zähigkeit beeinträchtigen kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine optimale Korngrenzenseigerung zu erreichen, sollte das Schweißverfahren so eingestellt werden, dass eine ausreichende Zeit für die Diffusion von Fremdatomen an den Kristallgrenzen vorhanden ist. Dies kann durch eine angemessene Abkühlzeit und Temperatur gesteuert werden. Ein t8/5-Wert zwischen 10 und 20 Sekunden ist oft geeignet, um eine gute Korngrenzenseigerung zu gewährleisten.