Kryogene Behandlung
Nachgeschalteter Kälteprozess bei extrem niedrigen Temperaturen (unter -150 °C) zur vollständigen Umwandlung restlichen Restaustenits in Martensit. Dies erhöht die Verschleißfestigkeit und Dimensionsstabilität von Präzisionswerkzeugen.
Kryo-Behandlung machst du nach dem Härten, wenn du das Werkstück gezielt tief runterkühlst. Dadurch wandelt sich der Restaustenit in Martensit um, und das Material wird härter und verschleißfester. Aber Vorsicht: Wenn du das schluderst, bekommst du Risse oder das Teil wird spröde.
Das Werkstück muss vorher sauber angelassen sein, sonst bricht es dir unter der Kälte weg. In der Praxis heißt das: Erst normal härten, dann sofort in die Kälte, und danach unbedingt anlassen. Die Abkühlung muss langsam und kontrolliert laufen, nichts überstürzen.
Je nach Stahlsorte musst du den Zyklus eventuell wiederholen, um alles rauszuholen.