← Glossar

Kugelgrafit

Kugelgrafit ist ein Kohlenstoffgebilde in Gusseisen, das durch Magnesiumbehandlung entsteht. Es hat eine globulare Form und verbessert die Zähigkeit und Bruchdehnung.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Kugelgrafit bildet sich in Gusseisen durch gezielte Magnesiumbehandlung. Das Magnesium reagiert mit dem Kohlenstoff im Eisenschmelz und bildet Magnesiumkohlenwasserstoff, der dann als Kugeln im Gefüge bleibt.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Kugelgrafit verbessert die Zähigkeit und Bruchdehnung des Stahls. Es verhindert scharfe Kerbwirkungen und reduziert die Anfälligkeit für Risse. Bei zu hoher Magnesiumbehandlung kann jedoch das Gefüge zu weich werden, was die Festigkeit beeinträchtigt.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um Kugelgrafit in Gusseisen zu erzeugen, wird Magnesium in den Schmelz eingefügt. Der optimale Magnesiumgehalt beträgt ca. 0,1 bis 0,2 %. Die Abkühlung muss kontrolliert sein, um die globulare Form des Kugelgrafits zu erhalten. Bei der Schweißung von Kugelgrafit ist eine sorgfältige Vorbehandlung erforderlich, um Risse und Heißrissen zu vermeiden.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.