Kupfer-Zinn-Seigerungs-Neigung
Die Kupfer-Zinn-Seigerungs-Neigung ist ein Phänomen, bei dem sich zinnreiche Phasen ungleichmäßig in bleihaltigen oder bleifreien Zinnbronzen verteilen. Dies erfordert eine schnelle Abkühlung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Kupfer-Zinn-Seigerungs-Neigung tritt auf, wenn sich bei der Erstarrung von Zinnbronzen zinnreiche Phasen ungleichmäßig im Gussgefüge ausbilden. Dies geschieht durch die unterschiedliche Löslichkeit von Kupfer und Zinn in verschiedenen Temperaturen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Bei einer zu langsam abkühlenden Bronzegauss kann sich eine zinnreiche Phase ungleichmäßig ausbilden, was zur Entstehung von Poren und Rissen führen kann. Dies beeinträchtigt die Festigkeit und das Zähigkeit der Schweißnaht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Kupfer-Zinn-Seigerungs-Neigung zu vermeiden, ist eine schnelle Abkühlung des Gussgefüges unerlässlich. Dies kann durch die Verwendung von Kühlwasser oder speziellen Kühlmatrizen erreicht werden. Die optimale Kühlzeit sollte so eingestellt sein, dass das Gussgefüge innerhalb von 30 Sekunden abkühlt.