Längsverlaufender Warmriss
Ein Längsverlaufender Warmriss ist ein Trennbruch in Schweißgut oder Wärmeeinflusszone parallel zur Schweißrichtung. Er entsteht durch thermische Spannungen bei hoher Anfälligkeit für Korngrenzenseigerungen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Ein Längsverlaufender Warmriss bildet sich, wenn während der Abkühlung von Schweißgut oder Wärmeeinflusszone thermische Spannungen auftreten. Diese Spannungen können durch ungleichmäßige Kühldiffusion oder Korngrenzenseigerungen entstehen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein Längsverlaufender Warmriss kann zu Zerbrechlichkeiten und Rissen führen, insbesondere wenn das Material anfällig für Korngrenzenseigerungen ist. Dies kann die mechanische Festigkeit der Schweißnaht erheblich beeinträchtigen und zu einem frühen Versagen des Bauteils führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Längsverlaufende Warmrisse zu vermeiden, ist es wichtig, eine gleichmäßige Kühldiffusion zu gewährleisten. Dies kann durch die Verwendung von Kühlwasser oder Kühlgas erreicht werden. Die Schweißnaht sollte nicht zu schnell abgekühlt werden, um thermische Spannungen zu minimieren. Empfohlene Kühlzeiten variieren je nach Material und Schweißverfahren, aber im Allgemeinen sollten sie zwischen 10 und 30 Sekunden liegen.