Laserstrahl-Polieren
Laserstrahl-Polieren ist eine thermische Mikro-Umschmelzung der obersten Randschicht durch Laserstrahlung, um die Mikrorauheit zu reduzieren. Die Glättung erfolgt durch Oberflächenspannung im flüssigen Zustand.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Laserstrahl-Polierprozess nutzt die Energie eines hochintensiven Laserstrahls, um eine dünne Schicht des Werkstoffs oberflächlich zu schmelzen. Dieser Prozess wird als thermisches Mikro-Umschmelzen bezeichnet. Die Oberfläche wird dabei in einen flüssigen Zustand gebracht und gleichzeitig durch die Spannung zwischen der flüssigen und festen Phase glättet.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Reduzierung der Mikrorauheit verbessert die Surfacefinish und führt zu einer verbesserten Schweißqualität. Ein schlecht durchgeführtes Polieren kann jedoch zu ungleichmäßiger Oberflächenbehandlung oder zu Überpolierung führen, was das Material beschädigen kann. Es ist wichtig, die Energieeinstellungen des Lasers sowie die Bewegungsgeschwindigkeit genau zu kontrollieren.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Laserstrahl-Polieren erfolgreich durchzuführen, sollten folgende Schritte beachtet werden:
• Energieeinstellung: Die Energie des Lasers sollte so eingestellt sein, dass nur die oberste Randschicht geschmolzen wird. Zu hohe Energie führt zu Überpolierung und Beschädigung der Oberfläche.
• Bewegungsgeschwindigkeit: Die Bewegungsgeschwindigkeit des Laserstrahls sollte konstant gehalten werden, um ein gleichmäßiges Polieren zu gewährleisten. Zu schnelle oder zu langsame Bewegungen können ungleichmäßige Ergebnisse verursachen.
• Schutzmaßnahmen: Bei der Arbeit mit Lasern ist eine angemessene Schutzkleidung und Augenschutz unerlässlich, um Schäden durch den Laserstrahl zu vermeiden.