Lasertiefschweißen
Lasertiefschweißen ist ein Fügeverfahren mit hoher Leistungsdichte, das durch Metalldampfdruck eine kapillarartige Öffnung im Schmelzbad bildet. Es ermöglicht hohe Schweißgeschwindigkeiten und große Tiefen-Breiten-Verhältnisse.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Lasertiefschweißen nutzt die hohen Leistungsdichten eines Lasers, um eine kleine Öffnung im Schmelzbad zu erzeugen. Der Laserstrahl bildet dabei einen starken Metalldampfdruck, der das Werkstück durchbohrt und gleichzeitig eine Kapillarartige Öffnung schafft.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die hohe Leistungsdichte des Lasers führt zu schnellem Abkühlen und einem starken Spannungsbau im Material. Dies kann zu Rissen oder Verformungen führen, wenn die Schweißparameter nicht korrekt eingestellt sind. Darüber hinaus kann der Laser das Oberflächenmaterial verändern, was die mechanischen Eigenschaften beeinflusst.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um erfolgreich mit Lasertiefschweißen zu arbeiten, müssen folgende Parameter eingehalten werden:
• Laserleistung: 100 bis 300 W für dünne Stähle, 500 bis 1000 W für dicke Stähle.
• Schmelzgeschwindigkeit: 2 bis 4 mm/s für dünne Stähle, 1 bis 2 mm/s für dicke Stähle.
• Abstand Laserkopf zur Oberfläche: 3 bis 5 mm für dünne Stähle, 8 bis 10 mm für dicke Stähle.
• Schutzgas (z.B. Argon): Flussrate von 2 bis 4 Liter pro Minute.
Diese Einstellungen müssen je nach Werkstoff und Schweißanforderungen angepasst werden.