Ledeburit-I-Netzwerk
Ledeburit-I-Netzwerk ist ein hartes Gefüge in Weißguss, bestehend aus Austenit und Zementit. Es bildet sich bei untereutektischen Zusätzen und schützt die Schweißnaht.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das Ledeburit-I-Netzwerk entsteht durch das Ruhig abkühlen von Weißguss mit untereutektischen Zusätzen. Es bildet sich ein stabilisiertes Austenit-Gitter, umgeben von Zementit. Dies verhindert die Bildung von glasharter Kupferlegierungen und verbessert die mechanische Festigkeit.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein feines Ledeburit-I-Netzwerk schützt die Schweißnaht vor Korrosion und erhöht ihre Zähigkeit. Bei zu schnellem Abkühlen kann es jedoch zu einer zu hohen Härte führen, was zu Rissen und Heißrissen führt. Ein zu langsames Abkühlen vergröbert das Korn und senkt die Festigkeit.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um ein optimales Ledeburit-I-Netzwerk zu schaffen, kühle den Weißguss langsam ab (t8/5 > 20 s) und vermeide überhohte Kühlgeschwindigkeiten. Eine Kühlzeit von 30 bis 40 Sekunden ist ideal. Überwache die Kühlkurve genau und passe die Kühltemperatur an, um das Gefüge zu stabilisieren.