Lichtbogen-Leistungsdichte
Die Lichtbogen-Leistungsdichte gibt an, wie viel elektrische Leistung pro Flächeneinheit in den Lichtbogen umgesetzt wird. Sie beeinflusst die Einbrandgeometrie und die Schweißgeschwindigkeit.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Lichtbogen-Leistungsdichte ist das Maß für die elektrische Leistung, die pro Flächeneinheit in den Lichtbogen umgesetzt wird. Diese Leistung wird durch die Anode und Kathode des Lichtbogens freigesetzt und bestimmt die Intensität der Strahlung.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine zu hohe Lichtbogen-Leistungsdichte kann zu starkem Brennen und zu hohem Heißrauschen führen, was zu ungleichen Schweißnahtsabständen und möglichen Rissen führt. Eine zu niedrige Leistungsdichte verlangsamt die Schweißgeschwindigkeit und kann zu unzureichendem Durchdringen des Stahls führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Die Lichtbogen-Leistungsdichte sollte so eingestellt werden, dass sie den gewünschten Schweißprozess erfüllt. Für dünne Stähle und feine Einbrandgeometrien ist eine niedrige Leistungsdichte (ca. 10-20 J/cm²) geeignet. Für dicke Stähle und breite Einbrände ist eine höhere Leistungsdichte (ca. 30-50 J/cm²) erforderlich. Die genaue Einstellung hängt von der Werkstoffart, der Schweißnahtdicke und den spezifischen Anforderungen ab.