Lichtbogenbrennzeit
Die Lichtbogenbrennzeit ist die Zeit, in der ein elektrischer Lichtbogen zur Wärmezufuhr und Stoffübertragung aktiv bleibt. Eine zu kurze Brennzeit kann zu unvollständiger Schweißnaht führen, während eine zu lange Zeit zu Überhitzung und Verformungen führt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Lichtbogen erzeugt durch elektrische Entladung hohe Temperaturen und bildet dabei ein heißen Plasma. Dieses Plasma ist die Quelle der Wärme und des Stoffübertragens zwischen den Schweißstücken.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine zu kurze Lichtbogenbrennzeit (z.B. bei niedriger Spannung oder schlechter Gasversorgung) kann dazu führen, dass die Stoffübertragung nicht vollständig erfolgt und unvollständige Schweißnahtsgebiete entstehen. Dies erhöht das Risiko von Rissen und Verformungen.
Eine zu lange Lichtbogenbrennzeit (z.B. bei hoher Spannung oder übermäßiger Gasversorgung) führt zu Überhitzung der Schweißnaht, was zu Verformungen, Zerstörung des Gefüges und möglicherweise zu einem fehlenden Schweißvolumen führen kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine optimale Lichtbogenbrennzeit sicherzustellen, sollte die Spannung und Gasversorgung genau eingestellt werden. Eine typische Lichtbogenbrennzeit beträgt etwa 0,5 bis 1 Millisekunde pro Schweißschicht. Bei Problemen mit der Brennzeit sollten zunächst die Spannung und dann die Gasversorgung überprüft werden.