Lichtbogenhandschweißen
Lichtbogenhandschweißen ist ein manuelles Schweißverfahren mit umhüllten Stabelektroden, das durch Gase und Schlacke geschützt wird. Es verhindert atmosphärische Oxidation und ermöglicht eine präzise Kontrolle der Schweißnaht.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Im Lichtbogenhandschweißen brennt ein stark elektrifizierter Stabelektrode in einem atmosphärischen Gasmischungsschmelzbad. Die Umhüllung durch Gase und Schlacke schützt das Schmelzbad vor Oxidation und ermöglicht eine kontinuierliche Schmelze des Metalls.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Dieses Verfahren ist besonders für die Schweißung von dünnen Blechstücken geeignet, da es eine hohe Energieausgabe und eine präzise Kontrolle der Schweißnaht ermöglicht. Ein zu schnelles Abkühlen kann jedoch zu glasharter Martensit führen, was Risse und Zerbrechen verursachen kann. Ein zu langsames Abkühlen erhöht die Gefahr von Vergröberung und Reduzierung der Zähigkeit des Metalls.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende für Lichtbogenhandschweißen eine Gaskohle oder ein Gasmischungsschmelzbad. Stelle sicher, dass die Umhüllung durch Gase und Schlacke stabil ist. Halte die Elektrode so weit wie möglich vom Werkstücken entfernt, um Oxidation zu vermeiden. Kühle die Schweißnaht langsam ab, um Vergröberung und Zerbrechen zu verhindern.