Lineares Reibschweißen
Lineares Reibschweißen ist ein Festkörper-Fügeverfahren, bei dem zwei Werkstücke durch oszillierende lineare Bewegung und axialen Druck verschweißt werden. Es eignet sich für komplexe Geometrien wie Blisks in Turbinen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Bei Lineares Reibschweißen gleiten zwei Werkstücke ineinander, während sie durch axialen Druck gepresst werden. Die oszillierende Bewegung fördert die Schmelze und verbessert die Kontaktfläche zwischen den Stücken.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein unzureichender Druck kann zu schlechten Fügekanten und Poren führen, während ein zu hoher Druck das Werkstück verformen oder beschädigen kann. Die Geschwindigkeit der Bewegung beeinflusst die Schmelzzeit und die Qualität des Gefüges.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende einen festen axialen Druck von 100 bis 200 N/mm². Die Geschwindigkeit der Bewegung sollte zwischen 50 und 100 mm/min liegen. Stelle sicher, dass die Werkstücke sauber sind und keine Schmutzpartikel vorhanden sind, um eine optimale Füge zu gewährleisten.