Lock-In-Thermografie-Phasenanalyse
Lock-In-Thermografie-Phasenanalyse ist ein moduliertes thermografisches Verfahren, das die Phasenverschiebung zwischen Anregung und Antwort nutzt, um tiefenaufgelöste Defekte zu erkennen. Es ermöglicht präzise Messungen der Wärmeleitfähigkeit und -speicherkapazität von Materialien.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Lock-In-Thermografie-Phasenanalyse verwendet eine modulierte Anregungssignalquelle, z.B. ein pulsierendes Laserlicht oder eine periodische Temperaturänderung. Die thermische Antwort des Materials wird aufgezeichnet und mit der Anregung verglichen. Die Phasenverschiebung zwischen Anregung und Antwort gibt Informationen über die Wärmeleitfähigkeit und -speicherkapazität des Materials an.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Methode ist besonders nützlich für die Detektion von tiefen Defekten, wie Rissen oder Inhomogenitäten, in Materialien. Sie kann auch zur Überwachung der Schweißprozesse und zur Qualitätskontrolle verwendet werden. Ein Hauptnachteil ist jedoch die Komplexität des Geräts und die erforderliche Spezialkenntnis für seine Handhabung.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Lock-In-Thermografie-Phasenanalyse erfolgreich in der Werkstatt einzusetzen, sollten folgende Schritte beachtet werden:
1. Verwenden Sie ein qualitativ hochwertiges Lock-In-Thermografie-Gerät.
2. Stellen Sie sicher, dass das Material homogen und frei von Oberflächenverunreinigungen ist.
3. Wählen Sie die richtige Anregungsfrequenz und -amplitude basierend auf den Eigenschaften des Materials.
4. Analysieren Sie die Phasenverschiebung zwischen Anregung und Antwort sorgfältig, um Defekte zu identifizieren.