Lötnaht-Scherfestigkeit
Die Lötnaht-Scherfestigkeit ist der maximale Widerstand einer Lötverbindung gegen tangential wirkende Kräfte. Sie hängt von Spaltbreite, Bindungszone und Porenanteil ab.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Lötnaht-Scherfestigkeit bezieht sich auf die Spannungstoleranz der Lötverbindung gegenüber Scherkräften. Diese Festigkeit wird durch die mikroskopische Struktur der Bindungszone und die Anordnung von Metall- und Legierungspartikeln bestimmt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine geringe Lötnaht-Scherfestigkeit führt zu frühzeitigen Versagen unter mechanischer Belastung. Dies kann zu Spaltungen, Rissen oder Verformungen der Lötverbindung führen. Ein zu großer Porenanteil oder eine unzureichende Bindungszone verringern die Scherfestigkeit erheblich.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Lötnaht-Scherfestigkeit zu erhöhen, ist es wichtig, eine saubere Lötfläche und ein feinpoliertes Metall zu verwenden. Die Lötzeit sollte lang genug sein, um eine dichte Bindungszone zu schaffen, aber nicht zu lang, um Porenbildung zu fördern. Eine optimale Spaltbreite von 0,1 bis 0,3 mm ist empfehlenswert.