Lokaler Wolfram-Einschluss
Lokale Wolfram-Einschlüsse sind ungeschmolzene Wolframelektroden-Partikel im Schweißgut, entstanden durch direkten Kontakt mit dem Schmelzbad. Röntgenzeigt sich dies als helle Punkte.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Wolfram-Elektroden bestehen aus Wolfram und anderen Metallen wie Kobalt oder Nickel. Bei der WIG-Schweißung können diese Elektroden direkt in den Schmelzbad kontaktieren, was zu ungeschmolzenen Partikeln führt. Diese bleiben im Schweißgut eingehalten und erscheinen unter Röntgenprüfung als helle Punkte.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Lokale Wolfram-Einschlüsse können die mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht beeinträchtigen, insbesondere ihre Zähigkeit und Dauerlebigkeit. Sie können auch zu Rissen oder Heißrissen führen, besonders wenn sie in kritischen Lagen liegen. Darüber hinaus können sie das Gefüge verunreinigen und die Wärmeleitfähigkeit beeinträchtigen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um lokale Wolfram-Einschlüsse zu vermeiden, sollten Elektroden und Schmelzbad regelmäßig gereinigt werden. Verwenden Sie eine saubere Schmelze und achten Sie auf einen korrekten Abstand zwischen Elektrode und Werkstücken. Bei Verdachtsfällen führen Sie eine Röntgenprüfung durch, um die Anzahl und Lage der Einschlüsse zu bestimmen.