MAG-Schweißen
MAG-Schweißen ist ein abschmelzendes Lichtbogenverfahren mit aktiven Gasgemischen, das universell im Stahlbau und in der industriellen Serienfertigung Anwendung findet.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
MAG-Schweißen nutzt eine Mischung aus Argon und Kohlenstoff (MAG) als Schutzgas. Das Argon schützt das Schmelzgebiet vor Luft und Stahloxydation, während der Kohlenstoff die Oberfläche des Stahls beschichtet und das Schmelzen erleichtert.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein unzureichendes Gasvolumen kann zu Porenbildung führen, da Luft in das Schmelzgebiet eindringt. Zu viel Kohlenstoff kann die Härte der Schweißnaht erhöhen und zu Heißrissen veranlassen. Ein falscher Gasverhältnis (Argon zu Kohlenstoff) kann das Gefüge beeinträchtigen und die Zähigkeit des Stahls reduzieren.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende immer eine ausreichend hohe Gasvolumenströmung, typischerweise 15-20 l/min. Stelle sicher, dass das Gasmischverhältnis (Argon zu Kohlenstoff) im Bereich von 80:20 bis 90:10 liegt. Überwache die Temperatur des Schmelzgebietes und kühle die Naht langsam ab, um ein homogenes Gefüge zu erhalten.