Magnetische Remanenzpruefung
Die Magnetische Remanenzprüfung überprüft, wie stark ein Werkstoff nach dem Entfernen eines magnetischen Feldes noch magnetisiert bleibt. Dies gibt Informationen über die Gefüge und Härte des Materials.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Magnetische Remanenzprüfung misst die magnetische Anziehungskraft eines Werkstoffs nach dem Entfernen eines externen magnetischen Feldes. Dieser Restmagnetismus (Remanenz) hängt von der mikroskopischen Struktur und den Härteverteilungen im Material ab.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Remanenz kann Indikatoren für Gefügeveränderungen sein, wie z.B. die Entwicklung von Martensit oder Austenit. Zu hohe Remanenz kann auch auf unvollständige Abkühlung oder zu hohen Heißrissen hinweisen. Dies kann bei der Werkstoffauswahl und dem Schweißprozess entscheidend sein, um Risse oder Härteunterschiede zu vermeiden.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie ein Magnetometer zur Messung der Remanenz. Die empfohlene Messung erfolgt nach dem Schweißen und Abkühlen des Materials. Ein hoher Remanenzwert (z.B. über 10 Gauss) kann auf unvollständige Abkühlung oder zu hohen Härtegraden hinweisen. Achten Sie darauf, dass das Material ausreichend abgekühlt wird und die Schweißnaht nicht zu hart ist.