Mahlmartensit
Mahlmartensit ist eine metastabile Martensitphase, die durch plastische Verformung von hochlegierten Austeniten oder stark verformbaren Stählen bei Raumtemperatur entsteht. Es hat eine höhere Härte und Körnung als konventionelles Martensit.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Mahlmartensit bildet sich durch die plastische Verformung von hochlegierten Austeniten oder stark verformbaren Stählen bei Raumtemperatur. Dieser Prozess führt zu einer schnellen, unregelmäßigen Ausbildung des Martensits mit erhöhter Körnung und Härte.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Mahlmartensit kann bei fehlender oder unzureichender Nachbehandlung nach dem Schweißen entstehen, was zu erhöhter Härte und geringerer Formbarkeit führt. Dies kann zu Rissen und Zerkleinerungen der Schweißnaht führen. Darüber hinaus kann die höhere Härte das Gefüge des Materials beeinträchtigen und seine mechanischen Eigenschaften vermindern.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Mahlmartensit zu vermeiden, ist eine korrekte Nachbehandlung nach dem Schweißen unerlässlich. Dies beinhaltet die Anwendung von Temperieren oder Austenitenbildung durch Hitzebehandlung. Die genaue Temperatur und Zeit für diese Prozesse müssen genau eingehalten werden. Bei hochlegierten Stählen ist eine minimale Härte von 450 HB (Rockwell) empfehlenswert, um Mahlmartensit zu vermeiden.