Martensit-Anlassbeständigkeit
Martensit-Anlassbeständigkeit ist der Widerstand eines gehärteten Stahls gegen Härteverlust und Gefügevergröberung beim Anlassen. Sie wird durch Elemente wie Chrom und Wolfram erhöht.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Martensit-Anlassbeständigkeit bezieht sich auf die Fähigkeit eines Stahls, seine Härte und Struktur bei wiederholten mechanischen Belastungen (Anlassen) zu bewahren. Dies geschieht durch eine stabile Martensitstruktur, die durch schnelles Abkühlen während des Schweißvorgangs entsteht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein geringer Anlassbestandigkeitsgrad führt zu einem schnellen Härteverlust und Gefügevergröberung, was die Lebensdauer der Schweißnaht erheblich verkürzt. Dies kann zu Rissen und Versagen im Einsatz führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Martensit-Anlassbeständigkeit zu erhöhen, verwenden Sie Stahllegierungen mit hoher Karbidgehalt (z.B. Hochchromstahle). Halten Sie die Abkühlschritte bei Schweißen so kurz wie möglich (t8/5 < 5 s) und vermeiden Sie überlangsame Kühlung (> 25 s). Dies gewährleistet eine stabile Martensitstruktur und verbessert die Anlassbeständigkeit.