Martensitische Härtung
Martensitische Härtung ist eine Gefügeumwandlung durch schnelles Abkühlen, bei der Kohlenstoff im tetragonalen Gitter festigt und die Härte stark erhöht wird. Diese Prozess steigert die Zähigkeit aber kann zu rissanfälligen Strukturen führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Martensitische Härtung entsteht, wenn ein Metall aus dem Austenitgebiet schnell abgekühlt wird. Dies verhindert die vollständige Umwandlung des Gitters in das kubische Kupfergitter und veranlasst eine Zwangslösung von Kohlenstoff im tetragonalen Gitter. Die schnelle Abkühlung verhindert auch die Ausbildung von Zersetzungsprodukten wie Fe₃C, was zu einer extremen Härte führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Martensitische Härtung erhöht die Festigkeit und Zähigkeit des Stahls, aber sie kann auch zu rissanfälligen Strukturen wie Martensit führen. Dies kann zu Heißrissen und Körperschaften in der Schweißnaht führen. Die Härteprüfung ist daher entscheidend für die Qualitätskontrolle.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Martensitische Härtung zu erreichen, muss das Metall schnell abgekühlt werden. Dies kann durch eine kurze Zeitspanne (t8/5 < 5 s) oder durch die Verwendung von Kühlwasser erreicht werden. Bei der Härteprüfung sollte ein Brinell-Härtegrad von mindestens HB300 gewährleistet sein. Achten Sie darauf, dass das Metall nicht zu schnell abgekühlt wird, um rissanfällige Strukturen zu vermeiden.