Martensitische Zwillingsbildung
Martensitische Zwillingsbildung ist ein Verformungsmechanismus in kohlenstoffreichen Stählen, bei dem sich Kristallbereiche spiegelbildlich zur Zwillingsebene orientieren und lokale Umwandlungsspannungen abbauen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Während der martensitischen Umwandlung in kohlenstoffreichen Stählen entstehen hohe internale Spannungen. Die Martensitische Zwillingsbildung ist ein sekundärer plastischer Verformungsmechanismus, bei dem sich Kristallbereiche spiegelbildlich zur Zwillingsebene orientieren. Dies führt zu einer Abbaugröße der lokalen Umwandlungsspannungen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Martensitische Zwillingsbildung kann bei zu schneller Kühlung (kurze t8/5-Zeitspanne) zu einem glasharten, rissanfälligen Gefüge führen. Dies erhöht die Anfälligkeit für Heißrisse und vermindert die mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Martensitische Zwillingsbildung zu vermeiden, sollte die Kühlung in der Schweißzone kontrolliert werden. Eine t8/5-Zeitspanne von 5 bis 10 Sekunden ist ideal für die meisten kohlenstoffreichen Stähle. Verwenden Sie einen passenden Kühlmittel oder eine Kühlstrategie, um die Kühlgeschwindigkeit zu regulieren und das Gefüge zu stabilisieren.