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Massenanteil der Karbide

Der Massenanteil der Karbide gibt an, wie viel gebundener Kohlenstoff in Hartphasen im Metall vorhanden ist. Er beeinflusst die Verschleißfestigkeit und das Gefüge.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Der Massenanteil der Karbide bezieht sich auf den prozentualen Anteil an gebundenem Kohlenstoff in Form von Hartphasen wie Cementit im Stahl. Diese Hartphasen bestehen aus Kohlenstoff und Eisen, die sich zu festen Kristallen zusammengefügt haben.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ein hoher Massenanteil an Karbiden erhöht die Verschleißfestigkeit des Stahls, da die Hartphasen eine starke Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchungen haben. Allerdings kann ein zu hohes Kohlenstoffgehalt (über 1,0 %) zu Heißrissen und glasharter Gefüge führen, insbesondere wenn das Abkühlen zu schnell erfolgt. Dies kann durch eine zu kurze Zeitspanne t8/5 (< 5 s) verursacht werden.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um einen optimalen Massenanteil an Karbiden zu erreichen, achte auf die richtige Abkühlschrittechnik. Verwende eine kontrollierte Kühlmethode wie das Salzbadverfahren oder den Einsatz von Kühltemperaturprofilen. Bei Stählen mit hoher Kohlenstoffgehalt (z.B. HSS) sollt ihr sicherstellen, dass die Zeitspanne t8/5 zwischen 10 und 20 Sekunden liegt, um ein ausgewogenes Gefüge zu erhalten.

MetallurgieSchweißtechnik

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