Mikro-Härteprüfung
Die Mikro-Härteprüfung bestimmt die Härte von Materialien auf mikroskopischer Ebene. Sie wird mit pyramidenförmigen Diamanten nach Vickers oder Knoop durchgeführt und zeigt lokale Härteunterschiede.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Mikro-Härteprüfung misst die Härte von Materialien in einem sehr kleinen Bereich, normalerweise im Mikrometerbereich. Dabei wird ein pyramidenförmiger Diamantprägungskopf auf das Material gedrückt und die Größe des resultierenden Prägungsflächen geprüft. Die Härte berechnet sich aus der Kraft, mit der der Kopf gedrückt wurde, geteilt durch die Fläche des Prägungsfeldes.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Mikro-Härteprüfung ist entscheidend für die Qualitätskontrolle von Schweißnahtsgebieten. Sie zeigt lokale Härteunterschiede auf, die durch ungleichmäßige Abkühlung oder chemische Veränderungen entstehen können. Zu hohes Mikro-Härte kann zu rissanfälligen Gefügen führen, während zu niedrige Werte eine geringere Zähigkeit und Zunderbeständigkeit bedeuten.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für die Mikro-Härteprüfung wird ein spezielles Mikro-Härter verwendet. Der Prägungskopf wird auf das zu prüfende Material gedrückt, und die Größe des Prägungsfeldes wird unter dem Mikroskop gemessen. Die Härte wird dann nach der Formel berechnet: Härte = Kraft / Fläche. Es ist wichtig, dass die Abkühlung des Materials kontrolliert ist, um homogene Härteverteilungen zu gewährleisten.