Mikroschliffprüfung
Die Mikroschliffprüfung untersucht Schweißproben unter hoher Vergrößerung und zeigt Phasenverteilungen, Mikrorissen und Wärmebehandlungsänderungen. Sie hilft bei der präzisen Bewertung der Nahtqualität.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Mikroschliffprüfung verwendet eine hochaufgelöste optische oder elektronische Lupe, um die mikrostrukturale Zusammensetzung von Schweißproben zu analysieren. Dabei werden Phasen wie Korngrain, Risse und Wärmebehandlungsveränderungen sichtbar gemacht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Mikroschliffprüfung ist entscheidend für die Qualitätssicherung von Schweißnahts. Sie zeigt an, ob Phasen wie Martensit oder Austenit korrekt vergröbert sind und ob Mikrorisse vorliegen. Falsche Wärmebehandlungen können zu ungleichmäßiger Vergröberung führen, was die Zähigkeit und Härte beeinträchtigt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für eine Mikroschliffprüfung werden Schweißproben mit einem Poliermittel glatt gemacht und dann unter hoher Vergrößerung (z.B. 1000x) untersucht. Es ist wichtig, die Proben korrekt zu polieren und das Mikroskop zu kalibrieren. Die Ergebnisse werden in einer Prüfberichtformulierung festgehalten.