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Molybdän

Molybdän erhöht die Warmfestigkeit und verbessert die Korrosionsschutzfähigkeit von Stählen durch gezielte Einbindung in das Kristallgitter. Es verhindert Porenbildung und steigert die Zähigkeit.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Molybdän wird im flüssigen Schmelzbad als Desoxidationsmittel eingesetzt, da es Sauerstoff abbindet. Dies verhindert Porenbildung und verbessert die mechanischen Eigenschaften des Gefüges. Molybdän vergrößert die Kristallgitterabstände und stabilisiert das Kornstruktur, was zu einer erhöhten Warmfestigkeit führt.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ein zu hoher Molybdängehalt (über 1,5 %) kann zu einem vergröberten Gefüge und einer reduzierten Zähigkeit führen. Dies erhöht die Anfälligkeit für Heißrisse und Lochkorrosion. Ein zu niedriger Gehalt (unter 0,2 %) hat wenig Auswirkung auf die Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Verwende Molybdän in Stählen mit einem Gehalt zwischen 0,5 % und 1,0 % für optimale Warmfestigkeit und Korrosionsschutz. Bei der Schweißung achte darauf, dass die Schmelzzeit lang genug ist (ca. 2-3 Sekunden), um eine homogene Verteilung des Molybdäns sicherzustellen. Kühle die Naht nicht zu schnell ab (t8/5 > 10 s) um Porenbildung und Heißrisse zu vermeiden.

MetallurgieSchweißtechnik

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