Multifrequenz-Wirbelstromprüfung
Die Multifrequenz-Wirbelstromprüfung nutzt mehrere Frequenzen zur Detektion von Defekten, indem sie Störeinflüsse wie Abstandsschwankungen oder Materialunterschiede kompensiert. Dies führt zu präziser Isolierung echter Defekte.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Multifrequenz-Wirbelstromprüfung verwendet einen Wirbelstromsensor, der mit verschiedenen Frequenzen gleichzeitig angeregt wird. Jede Frequenz reagiert unterschiedlich auf die Materialstruktur und die vorhandenen Defekte. Durch die Analyse dieser Unterschiede können Störeinflüsse wie Abstandsschwankungen oder Materialeigenschaften herausgefiltert werden, sodass echte Defekte präzise erkannt werden.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Bei der Schweißprüfung können Abstandsschwankungen und Materialunterschiede zu Fehlern führen, die das Ergebnis verfälschen. Die Multifrequenz-Wirbelstromprüfung minimiert diese Fehlerquellen durch die Nutzung mehrerer Frequenzen, was zur genauen Erkennung von Defekten beiträgt und die Zuverlässigkeit der Prüfung erhöht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Multifrequenz-Wirbelstromprüfung erfolgreich durchzuführen, sollten folgende Schritte beachtet werden:
1. Frequenzwahl: Verwenden Sie mindestens drei verschiedene Frequenzen (z.B. 50 kHz, 100 kHz und 200 kHz) um eine breite Detektionskapazität zu erreichen.
2. Sensoranpassung: Passen Sie den Sensor so an, dass er die spezifischen Bedingungen der Prüfung (z.B. Abstand zum Werkstück, Materialart) optimal abdeckt.
3. Datenanalyse: Analysieren Sie die Ergebnisse jeder Frequenz separat und vergleichen Sie sie, um Störeinflüsse zu identifizieren und echte Defekte zu isolieren.