Oberflächenhärte
Die Oberflächenhärte ist der höchste Härtegrad am Rand eines Werkstücks, entwickelt sich durch thermische oder thermochemische Behandlungen und beeinflusst das Verhalten unter mechanischer Belastung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Oberflächenhärte entsteht durch die Anordnung der Atome im oberen Mikrokorn. Bei erhöhter Temperatur und speziellen chemischen Umgebungen können sich diese Atome zu einem härteren Kristallgitter organisieren, was die Härte erhöht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine hohe Oberflächenhärte kann das Werkstück unter mechanischer Belastung besser abwehren. Allerdings kann sie auch zu Rissen führen, wenn die Differenz zur Kernhärtung zu groß ist. Zudem beeinflusst sie die Bearbeitbarkeit und das Schweißen des Materials.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine optimale Oberflächenhärte zu erreichen, kontrolliere die Temperatur und Zeit der Behandlung genau. Bei Stählen mit hoher Kohlenstoffgehaltung (z.B. HSS) sollte die Kühldauer nach dem Schweißen minimiert werden, um Risse zu vermeiden. Verwende für Messungen einen Rockwell-Härtester oder eine Brinellhärteprobe.