Oberflächenrauheit
Oberflächenrauheit beschreibt die Unebenheiten auf der Oberfläche eines Werkstoffs, resultierend aus dem Fertigungsprozess. Sie beeinflusst die Zuverlässigkeit von Oberflächenprüfungen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Oberflächenrauheit entsteht durch mechanische Prozesse wie Schleifen, Polieren oder Prägen. Sie besteht aus mikroskopischen Höhenunterschieden auf der Oberfläche.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine hohe Oberflächenrauheit kann zu erhöhtem Korrosionrisiko führen, da Wasser und Luft besser in die Mikroporen eindringen. Darüber hinaus beeinflusst sie die Schweißqualität: Unebenheiten können zu ungleichmäßiger Schweißdurchfuss und zu Fugengruppen führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Bevor das Schweißen, sollten Werkstücke mit einem feinen Poliermittel gereinigt werden. Die Oberflächenrauheit sollte gemessen werden (z.B. mit einem Roughness-Profilometer) und bei Bedarf reduziert werden. Ein Zielwert für viele Anwendungen ist eine Raufzahl von 0,8 µm oder weniger.