Oberflächlicher Anlaufbrand
Oberflächlicher Anlaufbrand ist eine Verfärbung der Nahtoberfläche und der Wärmeeinflusszone durch unzureichenden Schutzgas-Nachlauf. Er zeigt Korrosionsanfälligkeit bei hochlegierten Werkstoffen an.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Oberflächlicher Anlaufbrand entsteht, wenn die Nahtoberfläche und die Wärmeeinflusszone nach dem Schweißen nicht ausreichend mit Schutzgas geschützt werden. Dies führt zu einer schnellen Oxidation der Metalloberfläche, was zu einem blauen oder grauen Verfärbungsbild führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Der Oberflächliche Anlaufbrand kann die Korrosionsanfälligkeit der Schweißnaht erhöhen, besonders bei hochlegierten Werkstoffen wie Stahl oder Nickellegierungen. Dies kann zu langfristigem Verschleiß und Rissen führen, was die Lebensdauer des Bauteils beeinträchtigt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den Oberflächlichen Anlaufbrand zu vermeiden, ist es wichtig, einen ausreichenden Schutzgas-Nachlauf von mindestens 10 Sekunden sicherzustellen. Dies kann durch die Verwendung eines Schutzgasmessgeräts überprüft werden. Bei hochlegierten Werkstoffen sollte der Nachlauf noch länger sein, um eine vollständige Oxidationsschutzschicht zu schaffen.