PALL-Kohlenstoffäquivalent
PALL-Kohlenstoffäquivalent ist ein Maßstab zur Bewertung der Schweißbarkeit und Rissbeständigkeit von hochfesten, thermomechanisch gewalzten Feinkornbaustählen. Es hilft bei der Auswahl des richtigen Schweißverfahrens und der Probenahme.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das PALL-Kohlenstoffäquivalent (PCE) misst die Kohlenstoffgehaltseffekte in hochfesten Stählen. Es berücksichtigt sowohl den direkten Kohlenstoffgehalt als auch die Effekte von thermomechanischer Gewalzung und Feinkornstruktur.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hoher PALL-Kohlenstoffäquivalent kann zur Entstehung von glasharten Gefügen führen, die anfällig für Risse sind. Dies erhöht das Risiko von Heißrissen und vermindert die Zähigkeit der Schweißnaht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Bevor man mit dem Schweißen beginnt, sollte der PALL-Kohlenstoffäquivalent des Stahls bestimmt werden. Bei einem hohen PCE (> 0,5 %) ist eine sorgfältige Probenahme und ein geeigneter Schweißverfahren unerlässlich. Verwenden Sie bei hochwertigen Stählen (z.B. HRC > 40) eine langsame Kühlung und kontrollierte Schweißparameter, um Risse zu vermeiden.