Phasengleichgewicht
Ein thermodynamischer Zustand, in dem sich die chemischen Potentiale der beteiligten Phasen über die Zeit nicht mehr verändern und keine treibenden Kräfte für Netto-Stofftransporte vorliegen. Er bildet die theoretische Basis für die Auswertung von Zustandsdiagrammen.
Phasengleichgewicht heißt einfach, dass im Werkstoff keine Umwandlung mehr abläuft, weil die Temperatur überall gleich ist. Beim Schweißen ist das wichtig, weil das Gefüge in der Naht und in der Wärmeeinflusszone davon abhängt, wie schnell das Material abkühlt und ob es zwischendurch die kritischen Umwandlungspunkte sauber durchläuft.
Wenn du da nicht aufpasst, kippt dir das Gefüge um – du bekommst hartes, sprödes Martensit oder grobes Korn, und das Teil reißt dir unter Last weg. Halte die Zwischenlagentemperatur im Rahmen und lass das Bauteil nicht zu schnell auskühlen, dann bleibt das Gefüge ruhig und du hast keine bösen Überraschungen.