Phasenwinkel-Auswertung
Die Phasenwinkel-Auswertung misst den Winkel zwischen Erregersignal und Sensorsignal in einem Wirbelstromverfahren. Sie hilft zur Fehlererkennung und zur Charakterisierung von Werkstoffeigenschaften.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Phasenwinkel-Auswertung basiert auf der Messung des Phasenunterschieds zwischen dem Erregersignal (z.B. ein elektrisches oder magnetisches Feld) und dem Sensorsignal, das von einem Material in einem Wirbelstromverfahren erzeugt wird. Dieser Phasenunterschied ist ein Maß für die Materialkonstanten wie den Reluktanz oder den Permeabilitätswinkel.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Phasenwinkel-Auswertung kann verwendet werden, um verschiedene Fehlern in der Schweißnaht zu erkennen, wie z.B. Poren, Risse oder Ungleichmäßige Schweißdicken. Sie gibt auch Informationen über die Werkstoffeigenschaften wie Härte und Festigkeit, was für die Auswahl des richtigen Schweißverfahrens entscheidend ist.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine genaue Phasenwinkel-Auswertung durchzuführen, muss das Erregersignal und das Sensorsignal korrekt aufgezeichnet werden. Die Messung sollte in einem kalibrierten Wirbelstromverfahren erfolgen, bei dem die Temperatur und der Spannung kontrolliert sind. Die Phasenwinkel sollten dann digital ausgewertet werden, um Fehlern oder Werkstoffeigenschaften zu identifizieren.