Phasenwinkelverschiebung
Die Phasenwinkelverschiebung ist die zeitliche Verschiebung zwischen dem Erregersignal und dem Sensorsignal in der Wirbelstromprüfung. Sie hilft zur Trennung verschiedener Einflussgrößen wie Rissgröße und Abstand.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Phasenwinkelverschiebung entsteht durch die unterschiedliche Reaktionsgeschwindigkeit des Materials auf das Wirbelstromfeld. Der Erregersignal (z.B. ein elektrisches Feld) und das Sensorsignal (die Antwort des Materials) werden zeitlich verschoben, was zu einer Phasendifferenz führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Phasenwinkelverschiebung ist wichtig für die genaue Detektion von Rissen und Materialdefekten. Eine ungenaue Verschiebung kann zu Fehlern bei der Rissermittlung führen, was das Vertrauen an die Prüfung beeinträchtigt. Es besteht auch das Risiko, dass kleinere oder tiefer liegende Risse nicht erkannt werden.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine genaue Phasenwinkelverschiebung zu gewährleisten, müssen die Geräte korrekt kalibriert und eingerichtet sein. Die Erregersignalfrequenz sollte in der Regel zwischen 10 kHz und 20 kHz liegen. Es ist wichtig, dass das Sensorsignal zeitlich korrekt auf das Erregersignal ausgerichtet ist, um eine präzise Messung zu gewährleisten.