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Phosphor-Kantenversprödung

Phosphor-Kantenversprödung ist der Sprödbruch in den Rändern dickwandiger Bauteile, verursacht durch Phosphoranreicherung und langsames Abkühlen. Dies erfordert gezielte Abkühlungssteuerung und hohe Rohstahlreinheit.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Phosphor-Kantenversprödung tritt auf, wenn dickwandige Bauteile langsam abgekühlt werden. Das Phosphor im Stahl reagiert mit Kohlenstoff und bildet Kohlenstoffphosphid (Fe3(CO)12), was die Kante spröder macht.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Diese Versprödung führt zu erhöhter Sprödbruchneigung und Rissen am Rand der Bauteile. Es kann zu unvollständiger Schweißnahtbildung und geringerer mechanischer Festigkeit führen, was die Lebensdauer der Bauteile beeinträchtigt.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um Phosphor-Kantenversprödung zu vermeiden, sollte das Abkühlen des Stahls beschleunigt werden. Die maximale Kühldurchflussrate sollte eingehalten werden, um die Temperatur in der Schweißzone schnell abzukühlen. Zusätzlich ist es wichtig, dass der Rohstahl eine hohe Reinheit hat und das Phosphor-Gehalt unter 0,1 % bleibt.

MetallurgieSchweißtechnik

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