Phosphor-Seigerungsindex
Der Phosphor-Seigerungsindex misst die lokale Phosphor-Anreicherung in Guss- oder Walzprodukten. Er hilft bei der Prognose von Zähigkeitsabfällen, insbesondere in Kernzonen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Phosphor-Seigerungsindex (PSI) ist eine Kennzahl, die die lokale Anreicherung von Phosphor in Metallprodukten quantifiziert. Er wird berechnet, indem der Phosphorinhalt an verschiedenen Stellen eines Bauteils gemessen und verglichen wird.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher PSI kann zu Zähigkeitsabfällen führen, insbesondere in den Kernzonen von Gussprodukten. Dies kann zu Rissen oder Schwachstellen in der Schweißnaht führen und die mechanischen Eigenschaften des Bauteils beeinträchtigen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um einen hohen PSI zu erkennen, sollten Metallprodukte nach dem Gießen oder Walzen sorgfältig untersucht werden. Bei erkannten Problemen kann die Zusatzstoffvergabe im Gussprozess angepasst werden, um den Phosphorinhalt zu reduzieren. Empfohlene PSI-Werte liegen normalerweise unter 0,5. Bei Werten über 1 sollten Maßnahmen zur Reduzierung des Phosphors ergriffen werden.