Pilgerschritt-Schweißverfahren
Pilgerschritt-Schweißverfahren teilt lange Nähte in kurze, versetzte Abschnitte. Dies vermeidet Wärmespitzen und minimiert Verzug. Es wird besonders bei kritischen Behältern eingesetzt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das Pilgerschritt-Schweißen unterbricht langen Schweißvorgänge in kurze, versetzte Abschnitte. Dies verhindert die Akkumulation von Wärme und reduziert das Risiko von Wärmespitzen. Die schnelle Abkühlung zwischen den Abschnitten verhindert das Auftreten von glasharter Martensit.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Bei langen, ununterbrochenen Schweißvorgängen kann es zu hohen Wärmespitzen kommen. Diese führen zu starkem Verzug und erhöhen die Gefahr von Rissen und Heißrissen. Das Pilgerschritt-Schweißen vermeidet diese Probleme, indem es die maximale Temperatur in der Schweißzone kontrolliert.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende das Pilgerschritt-Schweißen bei kritischen Behältern und langen Nähten. Teile den Schweißvorgang in Abschnitte von etwa 10 cm Länge, mit einer Versetzung von mindestens 5 cm zwischen den Abschnitten. Halte die Abkühlzeit zwischen den Abschnitten so kurz wie möglich, um das Auftreten von Martensit zu vermeiden. Achte darauf, dass die Temperatur in der Schweißzone ständig überwacht wird.