Plasmagaszusammensetzung
Die Plasmagaszusammensetzung bestimmt den Ionisationsgrad, die Enthalpie und die thermische Leistung des Plasmas. Sie beeinflusst direkt die Schnittqualität und die Oxidationsneigung der Flanken.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Plasmagaszusammensetzung bestimmt, welche Gasarten im Plasma aktiv sind. Aktive Gase wie Argon oder Helium ionisieren sich leicht und steigern die Temperatur des Plasmas. Inaktive Gase wie Stickstoff können Sauerstoff abbinden und Oxidationen verhindern.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine ungleichmäßige Gaszusammensetzung kann zu unregelmäßigen Temperaturverteilungen im Plasma führen, was die Schnittqualität beeinträchtigt. Übermäßige Oxidationen können zu Porenbildung und verminderten mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende eine Gaszusammensetzung von 80% Argon und 20% Helium für gutes Ionisations und thermisches Leistung. Bei feinen Metallen wie Aluminium kann ein höherer Stickstoffgehalt (bis zu 5%) zur Reduzierung von Oxidationen verwendet werden.