Plasmastrom-Intensität
Plasmastrom-Intensität ist die elektrische Stromstärke des Plasmabogens und bestimmt thermische Leistung und Schneidkapazität.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Plasmastrom-Intensität entspricht der elektrischen Stromstärke, die durch den Plasmabogen fließt. Diese Stromstärke erzeugt eine starke Elektrolyse des Gasmediums und bildet so das plasmahafte Schneidwerkzeug.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine hohe Plasmastrom-Intensität erhöht die thermische Leistung und die Schneidkapazität, was zu schnelleren Bearbeitungszeiten führt. Allerdings kann sie auch zu erhöhtem Spaltbildungrisiko und zu einem stärkeren Verbrennen der Werkstoffoberfläche führen. Eine zu geringe Stromstärke hingegen vermindert die Schneidleistung und die thermische Leistung, was zu längeren Bearbeitungszeiten und möglicherweise zu unzureichender Materialbearbeitung führt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Die Plasmastrom-Intensität sollte so eingestellt werden, dass sie die gewünschte Schneidleistung und thermische Leistung liefert, ohne zu hoch zu sein. Eine typische Stromstärke für Stahl liegt bei 200 bis 300 Ampere. Bei Delikatmaterialien oder bei feinen Schneidvorgängen sollte die Stromstärke reduziert werden.