Prüfeindruck
Der Prüfeindruck ist die bleibende plastische Verformung an der Oberfläche eines Werkstoffs, die durch das Einwirken des Eindringkörpers unter Prüfkraft entsteht. Er gibt die Härte des Materials an.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Prüfeindruck entsteht, wenn ein hartes Eindringmittel (z.B. eine Kugel oder ein Pyramidenprägungskörper) unter einer bestimmten Last in den Werkstoff eindringt und die Oberfläche plastisch verformt. Dieser Prozess ist abhängig von der Härte des Werkstoffs und der Größe des Eindringkörpers.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Der Prüfeindruck wird verwendet, um die Härte eines Materials zu messen. Ein zu hohes Härtemaximum kann zu Rissen oder Brüchen führen, während ein zu niedriger Härte das Material nicht ausreichend stabil macht. Bei der Schweißnaht ist es wichtig, dass die Härte im gesamten Bauteil konsistent und zufriedenstellend ist.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den Prüfeindruck zu messen, wird ein Hardness Tester verwendet. Der Eindringkörper wird unter einer festgelegten Last in den Werkstoff eindringen, und die Tiefe des Eintritts wird gemessen. Für Stahl legt DIN EN ISO 6507 fest, dass der Eindringkörper eine Kugel oder Pyramide haben sollte und die Last zwischen 1,496 N und 2,493 N sein muss. Die Messung sollte immer an einem kühlen Werkstoff durchgeführt werden, um ungenaue Ergebnisse zu vermeiden.