Querverlaufender Kaltriss
Querverlaufender Kaltriss sind rechtwinklige Brüche zur Schweißrichtung, die beim Abkühlen auftreten. Sie entstehen durch diffundierbaren Wasserstoff, ein aufgehärtetes Gefüge und hohe Eigenspannungen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Querverlaufende Kaltrisse treten auf, wenn Wasserstoff in das Metall diffundiert und sich beim Abkühlen an den Kornrändern kondensiert. Dies führt zu lokalen Spannungen, die bei hohem Wasserstoffgehalt und einem aufgehärteten Gefüge zu Brüchen führen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Querverlaufende Kaltrisse können zu starken mechanischen Belastungen führen und das Material schädlich beeinträchtigen. Sie verursachen oft Risse, die parallel zur Schweißrichtung verlaufen, was die Lebensdauer des Bauteils erheblich verkürzt. Die Gefahr ist besonders hoch bei steifen Stählen mit hohem Wasserstoffgehalt und bei schnellem Abkühlen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Querverlaufende Kaltrisse zu vermeiden, sollte das Metall vor dem Schweißen degasiert werden. Dies kann durch eine hohe Temperatur oder chemische Methoden erreicht werden. Zudem ist es wichtig, ein langsameres Abkühlen und die Verwendung von Wasserstoffarme Schweißmaterialien zu bevorzugen. Bei hochbelasteten Bauteilen sollte das Gefüge nach dem Schweißen normalisiert werden, um Spannungen auszugleichen.