Randkohlenstoffgehalt
Der Randkohlenstoffgehalt gibt an, wie viel Kohlenstoff in der äußeren Schicht eines gehärteten Stahls vorhanden ist. Ein zu hoher Gehalt kann zu rissanfälliger Martensit und damit zu Heißrissen führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Randkohlenstoffgehalt beschreibt die Kohlenstoffkonzentration in der äußeren Schicht eines Stahls nach dem Gehärtungsprozess. Bei erhöhtem Kohlenstoffgehalt kann sich im kühlen Prozess Martensit bilden, was zu hohem Spannungszustand und möglichen Rissen führen kann.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher Randkohlenstoffgehalt erhöht die Gefahr von Heißrissen und glasharter Struktur. Dies kann zu Zerstörung der Bauteile und möglichen Ausfällen führen. Es ist wichtig, den Kohlenstoffgehalt im kühlen Bereich genau zu kontrollieren.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um das Risiko von Heißrissen zu minimieren, sollte der Randkohlenstoffgehalt nach dem Gehärtungsprozess gemessen und kontrolliert werden. Bei einem zu hohen Gehalt kann eine erneute Behandlung oder Anpassung des Prozesses erforderlich sein. Empfehlenswert ist ein Kohlenstoffgehalt von maximal 0,4% in der äußeren Schicht.