Reib-Auftragschweißen
Ein generatives Festkörper-Beschichtungsverfahren, bei dem ein rotierender Stab unter axialem Druck über ein Substrat geführt wird, wobei sich das Stabende plastisch verformt und als geschlossene Schicht ablagert. Da keine Schmelzphase auftritt, können rissgefährdete Materialpaarungen ohne Aufmischung verbunden werden.
Also, Reibauftragsschweißen ist im Grunde ein Stab, den du mit Druck über das Werkstück reibst. Durch die Reibung wird das Ende plastisch, also weich und knetbar, und du trägst es als Schicht auf. Es schmilzt nicht richtig, das ist der Trick, dadurch vermeidest du Aufmischung und Risse, gerade bei Materialien, die beim normalen Schweißen heikel sind.
Wichtig ist, dass du den Druck und die Drehzahl sauber aufeinander abstimmst. Zu wenig Druck und die Verbindung wird nichts, zu viel und du quetschst das Material kaputt. Der Stab sollte von der Härte her zum Grundwerkstoff passen, und du musst ein Gefühl dafür bekommen, dass sich das Stabende gleichmäßig verformt. Es ist mehr ein Reib- und Knetprozess als ein Schweißprozess, also nicht mit normalem Lichtbogenschweißen vergleichen.