Reib-Schweiß-Pufferung
Reib-Schweiß-Pufferung ist eine Technik, bei der eine spezielle Zwischenschicht eingebracht wird, um spröde intermetallische Phasen zu vermeiden und die Festigkeit der Schweißnaht zu erhöhen. Diese Pufferungsschicht schützt den Kern des Werkstoffs vor direkter Kontakt mit dem Reibmittel.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Bei Reibschweißen können spröde intermetallische Phasen entstehen, die das Material weicher machen und Risse fördern. Die Pufferungsschicht bildet eine Barriere zwischen dem Kern des Werkstoffs und dem Reibmittel, verhindert so direkten Kontakt und vermeidet die Bildung dieser spröden Phasen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ohne Pufferung können spröde intermetallische Phasen entstehen, was die Festigkeit der Schweißnaht erheblich senkt und Risse fördert. Dies kann zu einem frühen Versagen des Bauteils führen. Die Pufferungsschicht schützt jedoch den Kern des Werkstoffs und erhöht seine Zähigkeit.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für Reibschweißen schwer verschweißbarer Werkstoffkombinationen ist die Einbringung einer Pufferungsschicht unerlässlich. Die Schicht sollte aus einem metallurgisch angepassten Material bestehen, das gut mit den beteiligten Metallen verträgt und spröde Phasen verhindert. Die Dicke der Pufferungsschicht beträgt in der Regel 0,1 bis 0,3 mm. Die Anbringung erfolgt vor dem Schweißen durch Spritz- oder Lackieren.