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Reibkopieren von Fehlstellen

Reibkopieren von Fehlstellen ist ein Rührreibschweißverfahren, bei dem Materialdefekte, Risse oder Poren in Gussteilen durch Reiben mit einem Stiftwerkzeug ausgefräst und verschlossen werden. Es stellt die ursprüngliche Gefügestruktur ohne makroskopische Poren wieder her.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Das Verfahren nutzt das Prinzip des Rührreibschweißens, bei dem ein Stiftwerkzeug rotiert und die Flüssigkeitsschmelz in den Fehlstellen eindringt. Dies führt zu einer gleichmäßigen Verformung und Verschlusse der Defekte.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Reibkopieren von Fehlstellen ist besonders nützlich für Gussteile mit komplexen Strukturen oder bei geringer Materialdichte. Es verhindert das Auftreten von makroskopischen Poren und verbessert die mechanische Festigkeit der Bauteile. Allerdings kann ein fehlerhaftes Reiben zu Überheizung und Verformung des Materials führen, was zu weiteren Defekten oder Rissen führen kann.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

• Vorbereitung: Das Stiftwerkzeug muss sauber und fehlerfrei sein. Die Schmelzflüssigkeit sollte die gleiche Zusammensetzung wie das Originalmaterial haben.

• Temperatur: Die Schmelztemperatur sollte unter der Verformationsgrenze des Materials liegen, um eine gleichmäßige Verformung zu gewährleisten.

• Zeit: Das Reiben sollte mindestens 30 Sekunden dauern, um sicherzustellen, dass die Fehlstelle vollständig verschlossen ist. Überlanges Reiben kann das Material überheizen und verformen.

MetallurgieSchweißtechnik

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