Reibschweißdruck
Der Reibschweißdruck ist die axiale Anpresskraft während der Reibphase, die die plastische Deformation und den Abtransport von Verunreinigungen fördert.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Reibschweißdruck wirkt axial auf die Fügepartner und führt zur plastischen Deformation der Werkstoffe. Dies ermöglicht eine gute Kontaktbildung zwischen den Metallen und fördert den Abtransport von Verunreinigungen wie Schmutz oder Oxydation.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu geringer Druck kann zur schlechten Kontaktbildung und zum Aufkommen von Poren führen, was die Festigkeit der Schweißnaht beeinträchtigt. Ein zu hoher Druck erhöht das Risiko von Rissen und kann zu Überdruckverschmelzung führen, was die mechanische Eigenschaften vermindert.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Der Reibschweißdruck sollte so eingestellt werden, dass er zwischen 100 und 200 N/mm² liegt. Dies gewährleistet eine gute Kontaktbildung und den effektiven Abtransport von Verunreinigungen. Bei Stahlarten mit hohem Kohlenstoffgehalt ist ein Druck von mindestens 150 N/mm² empfehlenswert, um Porenbildung zu vermeiden.