Restphasen-Anteil
Der Restphasen-Anteil gibt an, wie viel metastabilen Gefügebestandteilen in einer Schweißnaht noch vorhanden sind, die nicht vollständig umgewandelt wurden. Dies beeinflusst das Langzeitverhalten und die Zähigkeit unter Last.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Nach dem Schweißen bleibt in der Schweißnaht oft ein Teil des alten Grundgefüges metastabil, dh. es hat nicht vollständig seine neue Struktur angenommen. Dieser Anteil wird als Restphasen-Anteil bezeichnet.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher Restphasen-Anteil kann zu Langzeitversagen und Reduzierung der Zähigkeit führen, da diese metastabilen Phasen unter Last nicht so gut verformbar sind wie die vollständig umgewandelten. Dies erhöht das Risiko von Rissen und Verschleiß.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den Restphasen-Anteil zu minimieren, ist eine sorgfältige Wärmebehandlung nach dem Schweißen unerlässlich. Dies beinhaltet die richtige Abkühlschritte und das Haltbarkeitstesten der Schweißnaht. Bei hochbelasteten Anwendungen sollte ein besonders geringer Restphasen-Anteil von ≤5% gewährleistet werden.