← Glossar

Restphasen-Anteil

Der Restphasen-Anteil gibt an, wie viel metastabilen Gefügebestandteilen in einer Schweißnaht noch vorhanden sind, die nicht vollständig umgewandelt wurden. Dies beeinflusst das Langzeitverhalten und die Zähigkeit unter Last.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Nach dem Schweißen bleibt in der Schweißnaht oft ein Teil des alten Grundgefüges metastabil, dh. es hat nicht vollständig seine neue Struktur angenommen. Dieser Anteil wird als Restphasen-Anteil bezeichnet.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ein hoher Restphasen-Anteil kann zu Langzeitversagen und Reduzierung der Zähigkeit führen, da diese metastabilen Phasen unter Last nicht so gut verformbar sind wie die vollständig umgewandelten. Dies erhöht das Risiko von Rissen und Verschleiß.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um den Restphasen-Anteil zu minimieren, ist eine sorgfältige Wärmebehandlung nach dem Schweißen unerlässlich. Dies beinhaltet die richtige Abkühlschritte und das Haltbarkeitstesten der Schweißnaht. Bei hochbelasteten Anwendungen sollte ein besonders geringer Restphasen-Anteil von ≤5% gewährleistet werden.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.