Sättigungsgrad
Der Sättigungsgrad gibt an, wie viel Kohlenstoff in der Schmelze enthalten ist. Er beeinflusst das Gießen und die Ausbildung des Gefüges.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Sättigungsgrad bezieht sich auf den Anteil von Kohlenstoff in der Schmelze im Vergleich zum eutektischen Punkt. Bei übermäßiger Kohlenstoffbelastung kann das System nicht mehr Kohlenstoff in Lösung halten und es kristallisiert aus.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hoher Sättigungsgrad führt zu einem zu hohen Kohlenstoffgehalt, was zu Verschmelzproblemen und zu hartem Gefüge kann. Dies erhöht die Anfälligkeit für Risse und vermindert die Zähigkeit des Stahls.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den Sättigungsgrad zu kontrollieren, muss der Kohlenstoffgehalt in der Schmelze genau gesteuert werden. Bei Gusseisen sollte der Sättigungsgrad zwischen 0,5% und 1,2% liegen. Überwache die Temperatur und das Gießen sorgfältig, um ein homogenes Gefüge zu erzielen.