Schattenwurf-Durchstrahlungsprüfung
Die Schattenwurf-Durchstrahlungsprüfung nutzt punktförmige Strahlungsquellen, um feine Risse oder Poren in Metallteilen kontrastreich abzubilden. Es wird eine geometrische Vergrößerungseffekt genutzt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Schattenwurf-Durchstrahlungsprüfung verwendet punktförmige Strahlungsquellen wie Röntgen oder Gammastrahlen. Diese Strahlen durchdringen das Metall und werden auf einem Film oder einer digitalen Detektorplatte abgebildet. Die Vergrößerung der geometrischen Formen (wie Risse oder Poren) wird durch die spezielle Aufnahmegeometrie erreicht, bei der die Quellen und Empfänger relativ weit voneinander entfernt sind.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Prüfung ist besonders nützlich für feine Risse oder Poren in Schweißnahtbereichen, da sie hohe Auflösung und genaue Lagebestimmung ermöglicht. Ein zu geringer Abstand zwischen Quelle und Empfänger kann zu unzureichender Vergrößerung führen, während ein zu großer Abstand die Bildqualität verschlechtert. Falsche Einstellungen können dazu führen, dass kleinere Defekte nicht sichtbar sind oder falsch interpretiert werden.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für eine erfolgreiche Schattenwurf-Durchstrahlungsprüfung ist es wichtig, die korrekte Aufnahmegeometrie einzuhalten. Dies bedeutet, dass der Abstand zwischen Quelle und Empfänger sowie der Abstand zwischen Quelle und Probenstück genau eingehalten werden muss. Eine typische Einstellung könnte sein: Quellen-Empfänger-Abstand von 100 cm und Probenstück-Quellen-Abstand von 50 cm. Die Strahlungsquelle sollte parallel zum Probenstück ausgerichtet sein, um eine klare Vergrößerung zu gewährleisten.